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Die Vergänglichkeit der Hysterie...

...ist sehr beeindruckend!

 

Nehmen wir als Beispiel die Schweinegrippe - als sie noch wenig gegenwärtig in Übersee war, ging die helle Panik um, große, für die Augen von Herr oder Frau Bildleser bedrohlich wirkende Mikroskopaufnahmen des Influenza-J10-Virus schmückten die Titelseiten der Zeitungen. Große Pandemiegefahr! Buhu! Um mich herum überlegte man schon, auf gut Glück Oseltamivirmedis wie Tamiflu zu horten. Man hatte Angst vor Hamburg, weil dort vielleicht Einer erkrankt war.

Und nun?

Naja, nun könnte man langsam wirklich anfangen, die Infektion als Pandemie zu bezeichnen, die Zahlen sind schon etwas eindrucksvoller. Die Schweinegrippe ist zwar, rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt, nicht mehr als ein Schnupfen, doch würde ab und an Hände waschen und keine fremden Menschen ablecken mittlerweile mehr Sinn ergeben. Interessiert nur keinen mehr. In der Zeitung sind es nur noch Randnotizen.

 

Und das Schlimme ist, dass so die allgemeine Masse funktioniert. Man weiß ganz genau, dass die Empörung der Menschen schnell abstumpft, sie vergisst die Gründe für Kriege, das Niedermetzeln von Demonstranten, Korruption, Intrigen - gebt ihr zwei Wochen und einen toten Popstar oder erhöhte Steuern oder Sonnenflecken und Alles wird in Vergessenheit geraten, eine magere Notiz irgendwo im Hinterkopf, mit der sie sich des Auseinandersetzens überdrüssig sind.

 

8.7.09 09:28
 


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